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Bericht der 3. Runde Landesliga Süd SK Landshut - SK Krumbach 4:4

 

     Schachklub Landshut kommt in der Landesliga Süd unverhofft zu einem Punkt gegen den SK Krumbach

Die Erste krempelte im „Krenkl“ die Ärmel hoch, weil man dem Ex-Zweitligisten aus Krumbach die Punkte nicht widerstandslos nachwerfen wollte. Dass am Ende ein 4:4 herauskam, war der verdiente Lohn für die kämpferische Einstellung. Diese wird auch in der nächsten Runde erforderlich sein, denn mit dem Tabellenführer SC Dillingen wartet ein mindestens ebenso dicker Brocken auf die Landshuter.
Joachim Siebert ließ am siebten Brett seinen isolierten Zentrumsbauern nicht allein im Regen stehen und sicherte sich mit einer hübschen Springerschaukel Remis durch Zugwiederholung. Am sechsten Brett hatte Horst Schmaus schon die Axt an die Wurzeln der schwarzen Stellung gelegt. Leider ging der Hieb dann unvorsichtiger Weise ins eigene Knie und die Gäste gingen in Führung. Auch Wolfgang Schmidt erkämpfte sich im Vierspringerspiel eine aussichtreiche Position. Gegen die umsichtige Verteidigung des Kontrahenten fand er zwar keinen entscheidenden Durchbruch, behielt aber die Nerven und sicherte am zweiten Brett wenigstens einen halben Punkt für die Mannschaftswertung. Am achten Brett deutete sich bei Heinz Kunz im Engländer eigentlich ein gemütlicher Nachmittagstee an. Dann verpasste er eine gute Gelegenheit, geriet in arge Bedrängnis, konnte aber Dank der knappen Bedenkzeit seiner Gegnerin noch ein Unentschieden erreichen. Am fünften Brett schienen Michael Nurbekoglu und sein Spielpartner zunächst einen Nichtangriffspakt nach dem Motto: „wer sich zuerst rührt verliert“ geschlossen zu haben. Doch plötzlich opferte der Weiße einen Läufer für einen gefährlichen Königsangriff. Routinier Nurbekoglu ließ aber nicht mehr wie Remis durch Dauerschach zu. An den Brettern eins und drei mussten Jürgen Schwetje und Andreas Neubauer schon in der Eröffnung den Verlust eines Bauern beklagen. Während Neubauer trotz verzweifelter Gegenwehr den Zusammenbruch seiner Stellung nicht mehr verhindern konnte, wurde am ersten Brett zum Entsetzen der Gäste der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Der Krumbach wusste mit seinem Vorteil nichts anzufangen, verlor den Faden und Schwetje holte sich mit einer taktischen Wendung einen Turm für einen Springer. In der Folge nutzte der Landshuter dieses Geschenk um auf 3:4 zu verkürzen. Nun ruhten alle Hoffnungen auf Alexander Wist. Zwar hatte er nach italienischem Beginn ein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer erreicht, die Siegessonne schimmerte aber nur schwach am Horizont des vierten Brettes. Doch Wist agiert mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks und führte seine Partie hochkonzentriert in der sechsten Spielstunde zum Sieg und zum umjubelten 4:4.
 
Die Zweite holte in der Niederbayernliga beim SK Passau II die ersten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Neben einer prima Leistung von Josef Schubert am Spitzenbrett, gewannen auch Paul Westenthanner und Philipp Sadlo ihre Partien. Ortwin Bock, Reinhard Scholl und Herbert Schuster sicherten mit ihren Remisen den 4,5:3,5 Erfolg.