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Bericht
der 1. Runde Landesliga Süd SK Landshut - SC Tarrasch
München II 3:5 |
Schachklub Landshut verliert den Auftakt in der Landesliga Süd
Die Erste muss nach dem glücklichen Aufstieg in die Landesliga
erwartungsgemäß feststellen, dass hier die Gegner nur wenige Chancen zulassen. Da die
Landshuter diese nicht nutzen konnten, ging die Begegnung gegen den SC Tarrasch München 2
folgerichtig mit 3:5 in die Binsen.
Nomen est Omen bei Jürgen Schwetje und Josef Schubert an den Brettern eins und
sieben. Ihre Stonewall-artigen Festungen im Holländer standen bombensicher und waren von
den Gegnern nicht zum Einsturz zu bringen. Am zweiten Brett verpasste Wolfgang Schmidt
seinem Gegenüber eine typisch lang anhaltende skandinavische Positionsmassage. Leider
waren die Muskeln des Münchners stark genug um diese auszuhalten und auch hier wurde der
Punkt geteilt. Alexander Wist hatte am dritten Brett nach englischem Beginn den Verlust
eines Bauern zu beklagen. Doch er verteidigte sich hartnäckig und mit dem Glück des
Tüchtigen gelang ihm ein Remis durch Zugwiederholung. Am vierten Brett entwickelte sich
bei Michael Nurbekoglu ein wildes königsindisches Handgemenge. Der Schwarze steckte eine
Figur ins Geschäft um mit einem furchteinflößenden Bauernheer auf den Landshuter
loszuwalzen. Nurbekoglu nutzte aber geschickt seinen Mehr-Springer um durch die Hintertür
Remis durch Dauerschach zu erzwingen. Joachim Siebert hielt seinen Franzosen gegen den
starken Mannschaftsführer der Gäste lange im Gleichgewicht. Doch sein Kontrahent legte
mit dem Opfer von Turm gegen Springer und Bauer noch einen letzten Fallstrick, in dem sich
Siebert prompt und rettungslos verhedderte. Am sechsten Brett kombinierte sich Heinz Kunz
schon in der Eröffnung in eine verheißungsvolle Ausgangslage. Dann agierte er aber zu
passiv, geriet in Zeitnot und einsetzende Halluzinationen ließen ihn in den Remishafen
flüchten. Ortwin Bock bekam am achten Brett bitteren Reis serviert. Durch konsequente
Spielführung erkämpfe er sich eine Gewinnstellung, doch zwischen Lipp und
Kelchesrand schwebt der dunklen Mächte Hand. Statt sein Partie mit Damenopfer und
dreizügigem Matt zu krönen, stellte er eine Figur ein und musste aufgeben.
Auch die zweite Mannschaft
muss sich in der neuen Saison in einer höheren Liga zurechtfinden. Ersatzgeschwächt ging
der Start in die Niederbayernliga bei der DJK Schaibing mit 1:7 gründlich in die Hose.
Nur die Remisen von Wolfgang Latzel und Paul Westenthanner verhinderten das totale
Debakel. |
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